Entstehung und Ziele

Der Arbeitskreis "Alte Medizin" entstand im November 1980 während einer Tagung am Institut für Geschichte der Medizin der Freien Universität Berlin. Er war als Forum für den gegenseitigen Austausch über laufende Forschungsprojekte im Bereich der Alten Medizin ins Leben gerufen worden. Seit 1981 tagt der Arbeitskreis einmal im Jahr an der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) in Mainz.

Die organisatorische Leitung lag rund zwanzig Jahre lang gemeinsam in den Händen von Klaus-Dietrich Fischer und Werner F. Kümmel, bis sich letzterer im Zusammenhang mit seiner Pensionierung zurückzog; seit 2011 ist Tanja Pommerening an seine Stelle getreten. Im April 2013 bewilligte der Senat der Johannes Gutenberg-Universität Mainz die Einrichtung eines Interdisziplinären Arbeitskreises (IAK) "Alte Medizin", die mit einer finanziellen Unterstützung durch die JGU verbunden ist und den Ausbau bestehender Strukturen fördern soll. Zurzeit bilden Tanja Pommerening (Mainz, Fachbereich 07 – Geschichts- und Kulturwissenschaften) und Livia Prüll (Mainz, Fachbereich 04 – Medizin) den Ausschuss der Sprecherinnen und Sprecher.

Ziel des Arbeitskreises ist es, aktuelle Forschungen im Bereich der Alten Heilkunde zu vernetzen und die Sichtbarkeit zu erhöhen. Der Arbeitskreis verbindet zeitlich und räumlich sämtliche Gebiete der "vormodernen Welt". Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der griechisch-römischen Antike samt den zeitlich und räumlich benachbarten Kulturen Ägyptens und des Alten Orients sowie ihrer Rezeption bis in die Frühe Neuzeit.

Der Interdisziplinäre Arbeitskreis "Alte Medizin" ist wegen des ungewöhnlich breiten Spektrums der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, das vom Arzt und Apotheker bis zum Wissenschaftler reicht (hier sind neben Medizin- und Pharmaziehistorikern Klassische Philologen und Byzantinisten, Althistoriker und Mediävisten, Archäologen, Ägyptologen, Assyriologen, Arabisten, Germanisten, Mittellateiner und Wissenschaftshistoriker vertreten), international einmalig. Der IAK ist daher ein sehr geschätztes Forum mit stets internationaler Beteiligung, das den fächerübergreifenden Dialog pflegt.