Entstehung und Ziele

Der Arbeitskreis "Alte Medizin" entstand im November 1980 während einer Tagung am Institut für Geschichte der Medizin der Freien Universität Berlin. Er war als Forum für den gegenseitigen Austausch über laufende Forschungsprojekte im Bereich der Alten Medizin ins Leben gerufen worden. Seit 1981 tagt der Arbeitskreis einmal im Jahr an der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) in Mainz.

Die organisatorische Leitung lag rund zwanzig Jahre lang gemeinsam in den Händen von Klaus-Dietrich Fischer und Werner F. Kümmel. Seit 2011 ist Tanja Pommerening die Sprecherin des Arbeitskreises.

Ziel des Arbeitskreises ist es, aktuelle Forschungen im Bereich der Alten Heilkunde zu vernetzen und die Sichtbarkeit zu erhöhen. Der Arbeitskreis verbindet zeitlich und räumlich sämtliche Gebiete der "vormodernen Welt". Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der griechisch-römischen Antike samt den zeitlich und räumlich benachbarten Kulturen Ägyptens und des Alten Orients sowie ihrer Rezeption bis in die Frühe Neuzeit.

Der Interdisziplinäre Arbeitskreis "Alte Medizin" ist wegen des ungewöhnlich breiten Spektrums der Teilnehmerinnen und Teilnehmer international einmalig. Vertreten sind neben praktizierenden Medizinerinnen und Medizinern sowie Pharmazeutinnen und Pharmazeuten auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Disziplinen Medizin-, Pharmazie- und Wissenschaftsgeschichte, Klassische Philologie, Byzantinistik, Alte Geschichte, Mediävistik, Archäologie, Ägyptologie, Altorientalistik, Arabistik, Germanistik sowie Mittellatein. Der IAK ist daher ein sehr geschätztes Forum mit stets internationaler Beteiligung, das den fächerübergreifenden Dialog pflegt.